Das Limeskastell Saalburg Der Limes, dessen Aufgabe darin bestand den einströmenden Personen- und Warenverkehr zu kontrollieren, verläuft auf einer Gesamtlänge von 548 km vom Rhein nördlich von Koblenz bis zur Donau westlich von Regensburg. Er teilt sich in zwei Abschnitte, den "obergermanischen Limes" und den "rätischen Limes", im Volksmund auch Teufelsmauer oder Heidenmauer genannt.

Die Römer begannen um 90 n. Christus zunächst eine Waldschneise mit einem Patrouillenweg anzulegen. Später wurde der Limes in mehreren Phasen immer massiver ausgebaut, sodaß er zuletzt aus fast 900 Wachttürmen sowie zahlreichen Kleinkastellen und über 60 große Kohortenkastellen bestand. Die Wachtürme waren so angelegt, dass bei klarem Wetter eine Sichtverbindung untereinander möglich war.

Anfang des 3. Jahrhunderts wurde am obergermanischen Limes zwischen der Palisade und den Türmen ein etwa 2 m tiefer Spitzgraben ausgehoben und der Erdaushub dahinter zu einem etwa 3 m hohen Wall aufgeschüttet (siehe Abbildung). Zwischen Erdwall und Wachtturm verlief der Patroullienweg.

Die Verteidigung und Überwachung der Grenze übernahmen Hilfstruppen (auxilia), rekrutiert aus der Bevölkerung der Provinzen. Meist bestand die von römischen Offizieren geführte Truppe aus rund 500 Soldaten Infanterie (cohors) oder Kavallerie (ala), mitunter auch aus einer gemischten Einheit (cohors equitata).

Die Das Limeskastell Holzhausen Truppen am Limes waren in stark befestigten Kastellen untergebracht. Ein Kastell bestand aus einem Verwaltungsbau (principia) mit den Diensträumen des Kommandanten, der Waffenkammer, der Truppenkasse und dem Fahnenheiligtum. Daneben standen das Wohnhaus des Kommandanten (praetorium) und die Magazin- (horrea) und Werkstattbauten (fabricae) sowie manchmal ein Lazarett (valetudinarium). Im vorderen und hinteren Teil erstreckten sich die rechteckigen Mannschaftsbaracken der Soldaten (centuria) sowie die Pferdeställe (stabula) und Schuppen.

Außerhalb der Kastelle entstanden oft ausgedehnte zivile Kastelldörfer (vici), in denen sich die Angehörigen der Soldaten sowie Händler, Handwerker und Gastwirte, die von der Wirtschaftskraft der Soldaten lebten, angesiedelt hatten. Zu den großen Kastellplätzen gehörten fast immer auch eine Badeanlage, öffentliche Bauten, Heiligtümer und die außerhalb der Wohngebiete an den Ausfallstraßen gelegenen Begräbnisstätten.

Der Limes ging mit dem großen Alemanneneinfall des Jahres 259/260 n. Christus unter. Die Kriegswirren führten an den Limeskastellen zu zahlreichen Verbergungen von Wertgegenständen (Münzschätze). Im Jahre 2005 wurde der Obergermanisch-Rätische Limes in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen.






Buch für Sondengänger



Jetzt erhältlich bei www.metallsonde.com oder Schatzsucherladen.com







Unbedingt anschauen...

Impressum Hits: 1234838 davon heute 96 *